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„Mit XML zu 'Content First'“

… aber was ist eigentlich dieses XML?

In den Artikeln über unsere Publishing Projekte berichten wir häufig über einen „XML-Workflow“ – ein medienübergreifender Publishing Workflow mithilfe von XML-Dateien. Aber was sind XML-Dateien eigentlich, und warum eignen sie sich so besonders für Publikationsprozesse? Wir geben hier einen kurzen Überblick.

 

XML ist die Abkürzung für eXtensible Markup Language und ist verwandt mit dem allseits bekannten HTML (Hypertext Markup Language). XML-Dateien sind Dateien auf Textbasis und können in jedem beliebigen Texteditor geöffnet und bearbeitet werden. Wie bei HTML bestehen XML-Dateien aus Tags, die mit den eckigen Klammern < und > markiert werden. Bereits 1998 wurde die Sprache vom World Wide Web Consortium veröffentlicht. Sie eignet sich besonders zur Speicherung strukturierter Daten (z.B. Textstrukturen, Bilder oder interaktive Elemente). Die einzelnen Informationen werden mittels Anfangs- und Endtags, z.B. <buchtitel> … </buchtitel> voneinander abgegrenzt, bzw. strukturiert.


Worin unterschiedet sich XML von HTML?

HTML bietet fest vordefinierte Tags, wie etwa <h5> oder <p>. XML ist hingegen erweiterbar (eXtensbile): In XML können ganz eigene Tags definiert werden, wie zum Beispiel ein Tag <buchtitel>, <autor> oder etwas wie <preis>. XML Tags sind zumeist hierarchisch aufgebaut und können ineinander verschachtelt sein.     

XML-Beispiel:
<bookstore>
  <book category="children">
    <title>Harry Potter</title>
    <author>J K. Rowling</author>
    <year>2005</year>
    <price>29.99</price>
  </book>
  <book category="web">
    <title>Learning XML</title>
    <author>Erik T. Ray</author>
    <year>2003</year>
    <price>39.95</price>
  </book>
</bookstore>


Was bringt mir das?

XML ist als Sprache leicht zu erlernen und lässt sich durch die individuellen Erweiterungsmöglichkeiten eben passgenau bei exklusiven Kundenprojekten einsetzen. Sie eignet sich besonders für den unkomplizierten und plattformunabhängigen Datenaustausch. Der Import und Export von strukturierten Daten wird erleichtert und lässt sich auch auf kundeneigene Bedürfnisse anpassen, ganz gleich ob die XML-Daten einen Presseartikel, ein Buch oder einen Produktkatalog strukturiert darstellen. 

Daraus lässt sich ableiten, dass XML auch ideal für den kanalübergreifenden Datenaustausch bei Publikationsprozessen geeignet ist. Viele Publikationen diskutieren bei der Produktion die Strategie-Frage „Digital First oder Print First?“ und sehen sich dabei einer technischen Hürde bei der digitalen Publikation gegenüberstehen. Diese Hürde kann allein mit Implementierung eines sauberen XML Workflows zügig genommen werden. Durch den problemlosen Austausch von strukturieren XML-Daten spielt die Content-Strategie dann, zumindest technisch, eine untergeordnete Rolle. Mithilfe der XML-Daten lassen sich unterschiedlichste Ausgabemedien befüllen (z.B. Website, Printprodukte, Werbeanzeigen oder andere Systeme).

Das bedeutet auch, dass XML nicht nur im digitalen Austausch mit Web-Anwendungen funktioniert, es lässt sich auch sehr gut in InDesign importieren, verarbeiten oder exportieren und damit im Printbereich einsetzen. Damit wird die Strategie-Frage eindeutig mit „Content First“ beantwortet. 


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